Prüf mit: Folge 2
Shownotes
In diesem Podcast dreht sich alles rund um das Thema Prüfungen in der beruflichen Bildung. Von ihrer Geschichte über aktuelle Herausforderungen bis hin zu praktischen Tipps für Prüferinnen und Prüfer. Unsere Protagonisten sprechen darüber, was gute Prüfungen ausmacht, wie man sie fair gestaltet – und warum sie so entscheidend für Qualität und Chancengerechtigkeit im dualen System sind.
Am Mikrofon sind Volker Freudenberger und Bernd Müller – zwei erfahrene Prüfer und Bildungsexperten, die seit vielen Jahren mit Leidenschaft und Erfahrung im Prüfungswesen unterwegs sind.
Mit dem Prüf-mit-Projekt unterstützt die Abteilung Gute Arbeit/Fachkräfte die Gewinnung, Beratung und Qualifizierung von IGBCE-Mitgliedern, die in den Prüfungsausschüssen tätig sind oder tätig sein wollen.
Gern können Fragen, Anregungen und Meinungen direkt an das Studio mittels der Mailadresse prueferpodcast@igbce.de gesendet werden. Weiterführende Beratung und Information gern unter fachkraeftepolitik@igbce.de.
Also: Reinhören und gerne an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterleiten.
Transkript anzeigen
00:00:11: Liebe Kolleginnen und Kollegen, zur Kompetenz im Fokus, dem Podcast für Prüfende in der beruflichen Bildung.
00:00:19: Am Mikrofon sind Volker Schreudenberger und Bernd Müller – zwei erfahrene Prüfer- und Bildungsexperten, die seit vielen Jahren mit Leidenschaft unter Fahrungen Prüfungswesen unterwegs sind.
00:00:31: In diesem Podcast dreht sich alles rund um das Thema Prüfung bis hin zu praktischen Tipps für Prüferinnen und Prüfe.
00:00:43: Sie sprechen
00:00:44: darüber, was gute
00:00:45: Prüfungen ausmacht wie man sie fair gestaltet und warum sie so entscheidend
00:00:50: für Qualität-
00:00:51: und Chancengerechtigkeit
00:00:53: im dualen
00:00:53: System sind.
00:00:55: Also lehnt euch zurück, lad rein und lasst uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen des Prüfungswesens werfen!
00:01:05: Liebe Kolleginnen und Kollegen, schön dass ihr wieder dabei seid.
00:01:08: zu einer neuen Folge von Kompetenz im Fokus dem Podcast für Prüfende.
00:01:14: In dieser Folge sprechen wir darüber, welche rechtlichen Vorgaben beim Ausbilden und Prüfen wirklich wichtig sind – was müssen Ausbildende beachten?
00:01:23: Welche Regen gelten bei Prüfungen?
00:01:26: Diese Fragen klären wir heute gemeinsam!
00:01:30: Artikel zwölf des Grundgesetzes garantiert uns die freie Berufswahl.
00:01:36: Da steht tatsächlich alle Deutschen haben das Recht, Beruf Arbeitsplatz- und Ausbildungsstätte frei zu wählen.
00:01:44: Die Berufsausbildung kann durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes geregelt werden.
00:01:50: Riegt eindeutig, oder?
00:01:53: Aber jetzt mal ehrlich!
00:01:55: Wenn wir an die Berufsauspilung denken da gibt es Prüfungen, Regeln und Vorschriften.
00:02:03: Da stellt sich doch die Frage ist das nicht eigentlich eine Einschreckung dieser Freiheit?
00:02:10: Könnte man so annehmen.
00:02:11: aber die Durchführung von Prüfung im Rahmen der Berufsaussbildung ist nach Artikel zwölf Absatz eins des Grundgesetzes zulässig und stellt keine unzulässige Einschränkung der freien Berufswahl dar.
00:02:26: Prüfungen, andere Zulassungsvoraussetzungen sind durch das Allgemeinwohl gerechtfertigt und dienen dazu Eignung und Kompetenz für bestimmte Berufe sicherzustellen.
00:02:38: Das Bundesverfassungsgericht unterscheidet verschiedene Stufen der Einschrängung der Berufsfreiheit.
00:02:44: Regelungen zur Berufsausübung sind meist leichter zu rechtfertigen, während besonders strenge oder subjektive Zugangsbeschränkungen strengere Anforderungen an die Rechtfertigung und Verhältnismäßigkeit erfüllen müssen.
00:03:00: Die Durchführung von Prüfungen fällt meist unter die sogenannten subjektiven Zulassungsvoraussetzungen – sie sind zulässig wenn Sie durch wichtige Gründe des Allgemeinwohls begründet- und verhältnismusmäßig ausgestaltet sind!
00:03:15: Kurz gesagt, Prüfungen schränken die Berufswahlfreiheit nicht willkürlich ein.
00:03:22: Sondern sichern die Qualität und das Allgemeine in der Resse – so verlangt es auch das Grundgesetz ausdrücklich.
00:03:31: Sehen wir uns als Beispiel den Beruf des Elektrikers an!
00:03:36: Er zeigt sehr anschaulich warum Prüfung keine Einschränkung der Berufsfreiheit darstellen sondern dem Schutz der Allgemeinheit dienen.
00:03:47: Wer im Elektrohandwerk tätig ist, darf arbeiten wie die Installation elektrischer Anlagen nur dann verantwortlich durchführen wenn er eine anerkannte berufliche Qualifikation besetzt.
00:03:59: Etwa durch das bestehende Gesellen- oder Meisterprüfung.
00:04:04: Diese Prüfungen sichern dass eine sogenannte Elektrofachkraft über die nötige Ausbildung Erfahrung und Kenntnis der relevanten Sicherheitsnormen verfügt.
00:04:17: Ohne diesen Nachweis dürfte niemand elektrische Hausinstallationen ausführen, denn nur Personen mit entsprechender Qualifikation haften fachlich und rechtlich für die Sicherheit der Anlage.
00:04:30: Grundlage dafür sind unter anderem die technische Regelung für Betriebssicherheit, die Betriebssicherheitsverordnung und die Vorschriften der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung.
00:04:41: – Mit anderen Worten Die Prüfungen stellen sicher dass der spätere Elektriker kompetent, verantwortungsvoll und sicher arbeitet – wodurch sowohl der Hausbesitzer als auch die Allgemeinheit vor Gefahren geschützt werden.
00:04:58: Welche Gesetze und Vorschriften sind eigentlich
00:05:01: wichtig
00:05:02: wenn es um die duale Berufsausbildung geht?
00:05:05: Worauf müssen Auszubildende und Betriebe besonders achten?
00:05:10: Für die Durchführung der Berufsaussbildung und Prüfungen In Deutschland sind mehrere zentrale Gesetze und Regelberge maßgeblich.
00:05:20: Das wichtigste Gesetz ist das Berufsbildungsgesetz, es regelt die gesamte duale Berufsausbildung einschließlich Rechte- und Pflichten der Auszubildenden und der Ausbildungsbetriebe.
00:05:32: Es regelt den Ablauf der Ausbildung der Prüfungen und die Voraussetzung für Prüfende und Auszubillende.
00:05:40: Die Handwerksordnung gilt ergänzend für handwerkliche Ausbildungsberufe.
00:05:45: Das Jugendarbeitsschutzgesetz schützt Jugendliche während ihrer Ausbildung zum Beispiel bei Arbeitszeiten, Pausen und gefährlichen Tätigkeiten.
00:05:56: Für alle Beschäftigten gelten zudem Arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften wie das Bundesurlaubsgesetz, das Mutterschutzgesetz und das Bundeselterngeld und Elterngesetz.
00:06:10: Darüber hinaus gibt es weitere Regelwerke.
00:06:13: Die Ausbildungsordnungen liegen für jeden Beruf bundesweit einheitlich fest, was konkret gelernt werden muss und welche Prüfungsanforderungen bestehen.
00:06:24: Rahmenlehrpläne und Schulgesetze der Länder regeln die schulische Ausbildung in der Berufsschule.
00:06:33: Individuell wird alles Entscheidende im Berufsausbildungsvertrag schriftlich fixiert.
00:06:39: All diese Regelungen sorgen dafür, dass Ausbildung und Prüfungen rechtssicher, einheitlich und fair ablaufen.
00:06:47: Und bieten gleichzeitig Schutz- und Orientierung für Azubis wie Betriebe.
00:06:52: Volker was steht eigentlich genau im Berufsbildungsgesetz?
00:06:57: Oder kommt es in diesem Gesetz bei der dualen Ausbildung wirklich an?
00:07:04: Ja, beim.
00:07:04: das Berufsbildungsgesetz oder kurz wie wir immer sagen Babyk ist das zentrale Gesetz für die betriebliche Seite der dualen Ausbildung.
00:07:13: Es legt genau fest, wie die Ausbildung im Betrieb abläuft und sichert die Qualität durch klare Vorgaben.
00:07:22: Jede Ausbildung basiert nämlich auf einer eigenen Ausbildungsordnung, die das Wirtschaftsministerium für jeden Beruf erlässt.
00:07:29: Diese Ausbildungordnungen beschreiben ganz genau was in der Ausbildung gelernt werden muss, also welche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten am Ende beherrscht werden sollen.
00:07:41: Und es sorgt dafür das am Schluss der Berufsausbildung ein Abschluss steht, der in ganz Deutschland anerkannt ist.
00:07:50: Im Bebik steht auch, welche Rechte und Pflichten auszubildende haben – natürlich auch, was für den Ausbildungsbetrieb gilt!
00:08:00: Außerdem umfasst das Gesetz Regelungen zu Themen wie Vorbereitung auf dem Beruf, Umschulung, Fortbildung und zur Förderung spezieller Gruppen.
00:08:11: Und nicht zuletzt wird im Babyc festgelegt welche Qualifikationen Ausbilderinnen und Ausbildern mitbringen müssen und welche Voraussetzungen ein Ausbildungsbetrieb erfüllen muss, um überhaupt ausbilden zu dürfen.
00:08:27: Außerstem steht drin wie Prüfungen organisiert sind und was bei anerkannten Berufen zu beachten ist.
00:08:35: Was genau ist eigentlich im Gesetz und in den Empfehlungen des Hauptausschusses, des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Thema Prüfung geregelt?
00:08:45: Welche Anforderungen gibt es an Zwischen- oder Abschlussprüfung und worauf müssen Auszubildende und Betriebe dabei besonders achten?
00:08:56: Das Prüfungswesen in der dualen Ausbildung umfasst in der Regel eine Zwischenprüfung sowie eine Abschlussprüfungen oder alternativ eine gestreckte Abschlusssprüfung.
00:09:07: Für die Zulassung zur Abschlussprüfe sind bestimmte Voraussetzungen wichtig, zum Beispiel die Teilnahme an der Zwischenbrüfung oder am ersten Teil der gestreckten Abschluss.
00:09:17: prüfen und die Vorlage des Ausbildungsnachweises also das Berichtshäft ist.
00:09:23: Im Mittelpunkt jeder Berührung steht die berufliche Handlungsfähigkeit.
00:09:27: Dabei sollen Auszubildende zeigen, dass sie nicht nur das theoretische Wissen sondern auch die praktischen Kompetenzen ihres Berufes beherrschen und die Berufsanforderungen selbstständig und sicher erfüllen können.
00:09:43: Nach erfolgreichem Bestehen wird ein Ausbildungszeugnis ausgestellt, das die Ergebnisse dokumentiert.
00:09:50: Die Prüfungen werden von Prüfungsausschusen abgenommen, die bei den zuständigen Kammen etwa der IHK eingerichtet werden und sich aus Vertretern von Arbeitgebern-, Arbeitnehmern- und Berufschullehrern zusammensetzt.
00:10:05: Diese sollen die rechtskonforme Durchführung und eine objektive Bewertung der Prüfungssicherstellen.
00:10:12: Die genaue Zusammensetzung und Aufgaben sind im Berufsbildungsgesetz geregelt.
00:10:19: Wenn ihr tiefer in die Praxis des Prüfungswesens einsteigen und mehr zu den rechtlichen Grundlagen erfahren möchtet, können wir euch die Prüferseminare der IGB CE sehr empfehlen.
00:10:31: Besonders hilfreich sind hier die Seminare rechtliche Grundlagen und die Partner-Imprüvungswesen sowie Aufgaben und Verantwortung von Vorsitz- und Stellvertreter im Prüfungsausschuss.
00:10:44: Dort bekommt ihr fundiertes Wissen und praxisnahere Einblicke, die euch optimal auf euren Einsatz im Prüfungsausschuss vorbereiten.
00:10:52: Liebe Kolleginnen und Kollegen!
00:10:54: Wir sind am Ende unserer heutigen Podcast-Folge angekommen.
00:10:57: Wir hoffen es hat euch gefallen und ihr konntet die eine oder andere neue Kenntnis für eure eigene Brewerthältigkeit mitnehmen.
00:11:05: Wenn Ihr Anregungen Feedback oder Themenwünsche habt, schreibt uns gerne an
00:11:10: www.brewerpodcast.igbce.de.
00:11:14: Wir freuen uns auf eure Ideen.
00:11:18: Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert unseren Podcast, teilt Ihnen mit Kolleginnen und Kollegen.
00:11:24: seid auch beim nächsten Mal wieder dabei!
00:11:26: In diesem Sinne bleibt engagiert neugierig und fair in euren Brüferalltag.
00:11:31: Glückauf bis zur nächsten Folge von Kompetenz im Fokus der Podcast für Prüfende.
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